Kleidung färben

Hier finden Sie alles, was Sie zum Färben von Wäsche oder Kleidung mit und ohne Waschmaschine wissen müssen.

Es gibt viele Gründe Kleidung einem Farbbad zu unterziehen. Das Färben ist mithilfe der Waschmaschine ein Kinderspiel. Aber auch, wer keine Waschmaschine besitzt, kann seine Kleidung ohne großen Aufwand färben. Und wenn Sie gerne kreativ sind, lassen sich beim Färben sogar schöne Muster gestalten.

Wenn Sie der Kleidung auch ein anderes Design verpassen möchten, wählen Sie einen Farbton aus der Serie "Simplicol expert". Diese Farben eignen sich zum Färben in einem Bottich. Während sich mit der Flüssigfarbe nur dunklere Farbtöne erzielen lassen, können Sie Textilfarbspray auch auf dunklen Stoffen anwenden.

Kleidung färben: Anleitung

Wer der weißen Kleidung einen neuen Look verpassen möchte, hat das mithilfe von Flüssigfarbe und einer Waschmaschine ohne viel Aufwand im Handumdrehen erledigt. Zum Färben wählen Sie einen Farbton aus der Serie "Simplicol intensiv". Mit diesen Farben erzielen Sie Ergebnisse in leuchtenden, vollen Farben.

Möchten Sie farbige Kleidung färben, kann es sein, dass das Ergebnis vom Farbton auf der Packung abweicht. Außerdem lassen sich nur Stoffe färben, die aus Naturfasern bestehen. Das sind: Baumwolle, Leinen und Viskose. Mischfasern nehmen ebenfalls Farbe an, allerdings ist mit einem abgeänderten Farbton zu rechnen.

Um Kleidung in der Waschmaschine zu färben, gehen Sie folgendermaßen vor:

  • Besorgen Sie sich den gewünschten Farbton aus der Serie "Simplicol intensiv". Handelt es sich um Wäscheteile, die Sie anschließend häufig und bei hohen Temperaturen waschen werden, empfiehlt sich eine Farbe der Serie "Simplicol Textil-Echtfarbe".
  • Feuchten Sie Ihre Wäscheteile unter dem Wasserhahn an und legen die Teile anschließend in die Waschmaschine.
  • Öffnen Sie nun die Flasche mit der Farbe und stellen Sie die offene Flasche ebenfalls in die Trommel auf die Kleidung.
  • Dann schneiden Sie das Päckchen mit dem Farbfixierer auf und stellen den geöffneten Beutel ebenfalls auf die Wäsche.
  • Wählen Sie ein Waschprogramm für pflegeleichte Wäsche ohne Vorwäsche und stellen Sie die Temperatur auf 40 Grad.
  • Geben Sie kein Waschpulver ins Waschpulverfach, sondern starten Sie die Maschine sofort.
  • Lassen Sie das Waschprogramm bis zum Ende durchlaufen.

  • Ist die Waschmaschine fertig, belassen Sie die Kleidung in der Maschine.
  • Geben Sie nun etwas Waschmittel ins Waschpulverfach und starten Sie die Waschmaschine erneut. Die Waschtemperatur wählen Sie so hoch, wie Sie die gefärbte Wäsche auch anschließend üblicherweise waschen werden.
  • Lassen Sie das Programm wieder bis zum Ende durchlaufen und nehmen Sie anschließend Ihre Kleidung aus der Maschine und hängen sie zum Trocknen auf.

Haben Sie alles richtig gemacht, leuchtet die gefärbte Kleidung in genau dem Farbton, wie er auf der Packung angegeben ist. Diese Farbe wird sie auch nach mehrmaligem Waschen aufweisen, sodass Sie sich über ein lang anhaltendes Farbergebnis freuen können.

Kleidung färben

Kleidung färben ohne Waschmaschine

Es ist zwar etwas aufwendiger, Kleidung ohne Waschmaschine zu färben, aber es birgt auch Vorteile. Mit Textilfarben, die im Bottich angerührt werden, lassen sich schöne Farbverläufe erzielen. Auch beim Färben ohne Waschmaschine gilt: Schwarz bleibt schwarz. Lediglich mit Farbspray lassen sich Akzente setzen.

Um Kleidung ohne Waschmaschine im Bottich zu färben, benötigen Sie ein Paar Handschuhe, einen großen Bottich, eine Waage, einen Taschenrechner, Farbe aus der Serie "Simplicol expert" sowie heißes und kaltes Wasser.

So wird’s gemacht:

  1. Wiegen Sie alle Kleidungsstücke, die auf einmal gefärbt werden sollen in trockenem Zustand.
  2. Suchen Sie sich einen Farbton aus der Serie "Simplicol expert" aus und lesen Sie auf der Packung nach, für welche Wäschemenge das Päckchen gedacht ist.
  3. Errechnen Sie mithilfe des Taschenrechners, wieviel Farbe sie benötigen. Nutzen Sie zu wenig, wird Ihr Endergebnis heller, also weniger farbintensiv ausfallen.
  4. Bringen Sie nun 10 Liter Wasser auf dem Herd zum Kochen.
  5. Gießen Sie das kochende Wasser in den Bottich und fügen Sie 5 Liter kaltes Wasser hinzu.
  6. Wenn Sie nun umrühren, müsste die Temperatur des Wassers im Bottich circa 60 Grad betragen.
  7. Fügen Sie die entsprechende Menge Farbpulver ebenfalls hinzu und rühren Sie nochmals um.
  8. Wenn das Färbewasser einen gleichmäßigen Farbton angenommen hat, können Sie die Kleidung hineinlegen.
  9. Lassen Sie die Wäsche circa eine Stunde im Färbewasser liegen, aber halten Sie diese dabei durch Umrühren möglichst viel in Bewegung. So kann sich die Farbe gut und gleichmäßig verteilen und das Endergebnis wird nicht fleckig.
  10. Nach einer Stunde entnehmen Sie die Kleidung dem Färbebad und waschen sie in der Waschmaschine bei 60 Grad mit etwas Waschpulver ohne Vorwäsche nach.

Kleidung färben mit Naturfarben

Da die meisten Textilfarben chemischen Ursprungs sind oder zumindest viel Chemie beinhalten, empfiehlt es sich, zum Färben auf Naturfarben oder auf Hausmittel umzusteigen. Wenn Sie sich für die gesundheits- und umweltfreundliche Methode des Färbens mit Naturfarben entscheiden, sollten Sie Folgendes wissen:

  • Da nicht jede Stofffaser auf die Pflanzenextrakte gleichermaßen reagiert, ist das Farbergebnis nicht exakt vorhersehbar.
  • Weil sich die Farbmischungen schwieriger zusammenstellen lassen, kann die endgültige Farbnuance nicht genau angegeben werden.
  • Je nachdem, wie Sie die gefärbten Stoffe anschließend nachbehandeln, verändert sich der Farbton erneut.

Da sowohl Naturfarben, wie auch Hausmittel, immer sehr heiß aufgebracht werden müssen, um ein nachhaltiges Ergebnis zu erzielen, sollten Sie nur Stoffe umgestalten, die eine hohe Temperatur vertragen. Bei Baumwolle oder Leinen dürften Sie mit einer Färbe- und Waschtemperatur bis zu 90 Grad keine Probleme haben.

1. Waschen: Damit das Kleidungsstück die Naturfarbe annimmt, muss es nicht nur gewaschen sein, sondern es sollte außerdem frei sein von Appretur, Waschmittelrückständen und Weichspüler. Spülen Sie die zu färbende Kleidung zuerst unter klarem Wasser gründlich aus.

2. Beizen: Anschließend müssen die Stofffasern gebeizt werden. Haben Sie sich für Ökofarben aus dem Päckchen entschieden, gehen Sie nach der Anleitung vor. Möchten Sie mit Hausmitteln Ihre Kleidung farblich gestalten, verwenden Sie zum Beizen entweder Alaun oder Weinstein und kochen es in Wasser auf.

3. Färben: Das Färbebad stellen Sie aus Pflanzen her. Es eignen sich Blätter, Schalen, Früchte oder Blüten. Um die gewünschte Farbe zu erzielen, müssen Sie entweder durch Aufkochen einen Auszug erstellen oder die Pflanzenteile werden direkt zum gebeizten Stoff gegeben und mit ihm zusammen aufgekocht.

4. Waschen: Naturgefärbte Textilien müssen nach dem Färben in klarem Wasser gut ausgespült werden. Anschließend sollten Sie die Kleidung bei 30-40 Grad mit einem Colorwaschmittel waschen. Mindestens beim ersten Waschen dürfen Sie keine anderen Textilien gleichzeitig in die Maschine dazugeben.

Tipps und Hausmittel: Kleidung färben

Aus folgenden Hausmitteln lassen sich Farben für Kleidung herstellen:

  • Rot und Rosa: Avocadoschalen, Rote Bete, rote Zwiebelschalen, Rosenblütenblätter
  • Rot und Braun: Walnussschalen, braune Zwiebelschalen
  • Gelb und Orange: Ginster, Rhabarber, Johanniskraut
  • Grün: Mistel, Birkenblätter, Brombeerblätter
  • Blau und Violett: Färberwaid, Brombeeren

Saubere Kleidung: Bevor Sie färben, sollten Sie darauf achten, dass keine Appretur Rückstände vorhanden sind. Neue Kleidungsstücke müssen mindestens einmal gewaschen werden. Vergessen Sie das, wird der Stoff die Farbe nicht gut aufnehmen und Sie müssen mit einem verfälschten Endergebnis rechnen.

Synthetikfasern: Sie können nur Stoffe aus natürlichen Pflanzenfasern einfärben. Kleidungsstücke werden oft mit synthetischem Garn zusammengenäht und Reißverschlüsse bestehen aus synthetischen Material. Rechnen Sie damit, dass die frisch gefärbte Kleidung weiße Nähte Reißverschlüsse aufweist.

Nicht zu viel: Versuchen Sie, nicht zu viel Kleidung gleichzeitig zu färben. Und probieren Sie aus, wieviel Wasser Sie benötigen, damit die Wäschestücke im Bottich schwimmen. Liegen die Textilien zu stark aufeinander und können nicht ausreichend bewegt werden, fällt das Ergebnis fleckig aus.

Wassermenge: Auch die Wassermenge spielt beim Färben eine Rolle. Verwenden Sie zuviel Wasser, erreichen Sie ein weniger intensives Farbergebnis.

Weitere Haushaltstipps lesen: