Daunendecke waschen

Erfahren Sie hier, was Sie beachten sollten, wenn Sie Ihr Daunenbett selbst waschen und mit welcher Pflege Daunendecken und Kissen länger halten.

Nicht jedes Federbett ist ein Daunenbett. Als Daunen werden nur die kleinen, weichen Flaumfedern bezeichnet, die das Unterkleid des Vogels bilden. Das Besondere an Daunen ist, dass sie nur einen sehr kleinen Kiel besitzen. Sie sind elastisch und falten sich nach dem Zusammendrücken von alleine wieder auf, bis sie ihre Ausgangsform erreicht haben.

Weil sie außerdem viel mehr Luft einschließen können, werden sie als Kissen- und Deckenfüllung den Federn vorgezogen. Ein Daunenbett muss mindestens 60 Prozent Daunen enthalten. Je höher der Daunenanteil ist, umso wärmer ist die Zudecke. Damit die Daunendecke ihre Wärmekraft behält, muss sie allerdings auch richtig gepflegt werden.

Weil gerade der Lufteinschluss zwischen den einzelnen Federchen für die Wärmedämmung verantwortlich zeichnet, sollten Sie immer dafür sorgen, dass die Daunen im Inlett nicht verklumpen. Auch wenn Feuchtigkeit ein solches Verklumpen begünstigt, müssen Daunenbetten hin und wieder gewaschen werden. Damit sich Milben und Krankheitskeime nicht in der Daunendecke ausbreiten, sollte sie mindestens alle vier Jahre gewaschen werden. Das Kopfkissen ist jedes Jahr oder spätestens alle zwei Jahre fällig.

Daunendecke waschen und schleudern

Wenn Sie Ihre Federdecke selber waschen möchten, sollten Sie eine Waschmaschine besitzen, deren Fassungsvermögen mindestens fünf Kilogramm beträgt. Da Daunendecken mit möglichst viel Wasser gewaschen werden sollen, dürfen Sie das Bett keinesfalls in eine zu kleine Maschine stopfen. Die kleinen Federchen müssen sich während des Waschvorgangs im Inlett bewegen können.

Wenn das gewährleistet ist, verfahren Sie so:

  1. Kontrollieren Sie zuerst, dass das Inlett Ihrer Daunendecke keine Risse oder Löcher aufweist. Beschädigungen müssen Sie vor dem Waschen reparieren.
  2. Dann suchen Sie das Wäscheetikett mit der Waschanleitung des Herstellers. Dort ist angegeben, bei welcher Temperatur Sie Ihre Daunendecke waschen dürfen. In der Regel liegt die vom Hersteller erlaubte Temperatur bei 40 Grad. Es gibt aber auch Decken, die Sie bis 60 Grad waschen können.
  3. Legen Sie nun die Daunendecke (immer alleine ohne andere Wäschestücke) in die Maschine.
  4. Ins Waschmittelfach geben Sie ein Wollwaschmittel. Da Daunen ebenso wie Wolle aus Keratin bestehen, ist dieses Waschmittel am besten geeignet. Verwenden Sie keinesfalls ein Vollwaschmittel oder ein Waschpulver mit optischen Aufhellern, da diese chemischen Substanzen die Daunen und Federn angreifen und ihren natürlichen Fettfilm zerstören.
  5. Das Weichspülerfach muss leerbleiben, denn der Weichspüler lässt die kleinen Federn verkleben.
  6. Stellen Sie nun entweder den schonenden Wollwaschgang mit 40 Grad Waschtemperatur ein oder einen Schonwaschgang mit 60 Grad. Je nach Herstellerangabe auf der Daunendecke.
  7. Wenn es Ihre Waschmaschine erlaubt, starten Sie nach dem letzten Spülgang, vor dem Schleudern, einen weiteren zusätzlichen Spülgang, um alle Waschmittelreste komplett aus der Daunendecke zu spülen.
  8. Wenn möglich, halten Sie die Waschmaschine nach dem letzten Abpumpen vor dem Schleudern an und nehmen die Decke heraus.
  9. Halten Sie die tropfnasse Daunendecke über die Dusch- oder die Badewanne und versuchen Sie, so viel Wasser wie möglich von Hand auszuwringen.
  10. Dann geben Sie die vorgetrocknete Daunendecke wieder in die Waschmaschine und lassen sie bei einem Schleudergang mit möglichst wenig Umdrehungen schleudern. Auf diese Weise haben sie den Schleudergang verkürzt und eventuell verklumpte Daunen haben die Möglichkeit, sich schon während des Schleuderns wieder aufzulockern.

Nach dem Waschen muss die Daunendecke gut getrocknet werden. Am besten geschieht das im Trockner. Das setzt natürlich voraus, dass sie über einen Trockner verfügen, der ebenfalls groß genug ist, dass die Daunen in der Decke nicht zusammengedrückt werden:

  • Geben Sie die Decke in den Trockner. Legen Sie ein oder zwei Tennisbälle dazu, die während des Trockenvorgangs gegen die Decke schlagen und so eventuelle Verklumpungen lösen. Dann schalten Sie den Trockner auf einen Schongang und lassen die Federdecke circa 30 Minuten trocknen.
  • Nehmen Sie nun die Decke heraus und schütteln Sie sie auf. Wahrscheinlich werden sie feststellen, dass die Bettwäsche noch nicht ganz trocken ist.
  • Geben Sie die Daunendecke also wieder in den Trockner, schalten Sie ihn erneut auf den Schongang und lassen Sie die Decke für weitere 15 Minuten im Trockner.
  • Sollte nach einem abermaligen Aufschütteln die Daunendecke noch nicht vollständig durchgetrocknet sein, wiederholen Sie den Trockenvorgang so oft – jeweils für nur 15 Minuten mit anschließendem Aufschütteln – bis die Decke wirklich trocken ist. Dann nehmen Sie sie aus dem Gerät und legen Sie zum Auskühlen ausgebreitet auf einen großen Wäscheständer.

Daunendecke

Daunendecke waschen ohne Trockner

Nicht in jedem Haushalt ist ein ausreichend großer Trockner vorhanden, um darin eine Daunendecke zu trocknen. Aber auch wenn Sie keinen Trockner besitzen, müssen Sie nicht verzweifeln. Sie bekommen Ihre frisch gewaschene Federdecke auch ohne Trockner trocken.

Allerdings benötigen Sie dazu Zeit, Geduld und eine große Fläche, auf der Sie die nasse Daunendecke ausbreiten können:

  1. Kontrollieren Sie die Daunendecke auf eventuelle Risse oder Löcher, die Sie vor dem Waschen zunähen müssen.
  2. Geben Sie die Federdecke in die Waschmaschine mit einem Fassungsvermögen von mindestens fünf Kilogramm.
  3. Verwenden Sie ein Wollwaschmittel und verzichten Sie auf Weichspüler.
  4. Schalten Sie auf die vom Hersteller erlaubte Temperatur und wählen Sie einen Schonwaschgang.
  5. Nach dem letzten Spülgang starten Sie einen Extraspüldurchlauf, um alle Waschmittelreste vollständig aus der Decke zu lösen.
  6. Nehmen Sie nach Möglichkeit die Decke vor dem Schleudern aus der Maschine und wringen Sie möglichst viel Wasser von Hand aus.
  7. Anschließend geben Sie das Daunenbett wieder in die Waschmaschine und wählen einen Schleudergang mit niedriger Umdrehungszahl.
  8. Die geschleuderte Decke klopfen Sie nun auf und breiten Sie bei schönem Wetter im Freien an einem schattigen Platz aus.
  9. Lassen Sie die Decke viele Stunden liegen, sodass sie gut durchtrocknen kann.
  10. Während des Trocknens müssen Sie die Daunen immer wieder auflockern, um ein Verklumpen zu vermeiden.
  11. Erst wenn die Decke vollständig trocken ist, kann sie wieder verwendet werden.

Daunendecke pflegen

Je besser Sie Ihre Federdecke pflegen, umso länger haben Sie Freude daran. Eine richtige Pflege garantiert nämlich, dass die kleinen Federn nicht verklumpen und auch nach Jahren noch ihre volle Wärmeleistung bringen.

Um die Daunen keimfrei und milbenfrei zu halten, sollten Sie Decke und Kissen entweder alle zwei bis vier Jahre waschen oder in die Reinigung geben. Dort werden die Daunendecken und Daunenkissen professionell in großen Maschinen gesäubert. Sie haben keine Arbeit und erhalten die Bettwaren keimfrei zurück.

Aber natürlich ist es mit dem Waschen allein nicht getan. Ganz wichtig ist, dass sie der Daunendecke auch eine tägliche Pflege zukommen lassen:

  • Schütteln Sie jeden Morgen nach dem Aufstehen Ihre Federdecke gründlich auf. Achten Sie dabei darauf, dass sich vorhandene Daunenklümpchen lösen.
  • Wenn es das Wetter erlaubt, lüften Sie das Daunenbett im Freien. Breiten Sie es dazu auf einer großen, schattigen Fläche aus. Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung, da sonst die Federn brechen.
  • Damit die Daunen während Sie die Decke nicht benutzen schön locker gehalten werden, sollten Sie Ihr Bett nicht mit einer schweren Tagesdecke zudecken. Auch ein enger Bettkasten eignet sich nicht als Aufbewahrungsort für eine Daunendecke.
  • Um die kleinen Federn nicht durch übermäßigen Druck zu belasten, sollten Sie sich möglichst nicht auf, sondern nur unter Ihre Daunendecke legen.

Tipps: Daunendecke waschen

Mit viel Wasser waschen: Waschen Sie die Federdecke niemals im Sparprogramm, sondern sorgen Sie dafür, dass möglichst viel Wasser zufließen kann. Auf diese Weise ist die Gefahr, dass die Federn beim Waschen zusammenkleben und verklumpen geringer.

40 oder 60 Grad Wäsche: Es gibt Daunendecken, die Sie nicht wie herkömmliche Daunenbettware nur bei 40 Grad waschen können, sondern die eine Waschtemperatur von 60 Grad vertragen. Gerade bei Kindern ist eine Anschaffung dieser Daunendecken zu empfehlen. Aber auch Allergiker sollten Daunendecken verwenden, die sich mit 60 Grad waschen lassen, da erst ab dieser Temperatur Milben und Keime zuverlässig abgetötet werden.

Shampoo als Waschmittel: Wenn Sie kein Wollwaschmittel zuhause haben, können Sie Ihre Federdecke stattdessen auch mit Haarshampoo waschen.

Nicht auf die Leine hängen: Hängen Sie das Daunenbett niemals zum Trocknen auf die Leine. Wird die Federdecke aufgehängt, rutschen die Daunen nach unten und verklumpen. Daunendecken werden immer liegend, ausgebreitet getrocknet.

Socken statt Tennisbälle: Möchten Sie Ihre Daunendecke ohne Tennisball trocknen, können Sie stattdessen saubere Socken oder Strümpfe zu kleinen Kugeln zusammenstecken, die Sie dann statt der Tennisbälle zusammen mit der Decke in den Trockner stecken.

Lüften im Trockner: Wenn Sie wegen des feuchten Wetters Ihre Daunendecke nicht zum Auffrischen an die frische Luft legen können und es außerdem schnell gehen muss, können Sie die Bettware im Trockner lüften. Geben Sie die Decke zusammen mit zwei Tennisbällen für fünf Minuten im Schongang in den Trockner.

Unangenehmer Geruch: Wenn die Daunendecke nach dem Waschen stinkt, haben Sie etwas falsch gemacht. In der Regel ist der unangenehme Geruch darauf zurückzuführen, dass Sie die Federdecke nicht richtig getrocknet haben. Waschen Sie die Decke erneutund trocknen Sie sie anschließend bei mehreren Durchläufen in Ihrem Wäschetrockner. Zwischen den einzelnen Trocknerdurchläufen dürfen Sie keinesfalls das Aufschütteln vergessen.

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