Reißverschluss reparieren - so funktioniert es selbst

Selbst den Reißverschluss reparieren ist nicht schwer. Hier finden Sie Tipps und Anleitung, wenn der Zipper klemmt, raus ist oder kaputt gegangen ist.

Auch wenn der Reißverschluss klein ist, ist er enorm wichtig. Ein Geldbeutel, bei dem der Reißverschluss nicht mehr funktioniert, ist ebenso unbrauchbar, wie ein Schlafsack oder eine Winterjacke. Wer will sich wegen eines defekten Reißverschlusses gleich einen neuen Schlafsack zulegen, oder einen neuen Skianorak kaufen?

Auch das Austauschen eines Reißverschlusses ist nicht gerade billig. Wenn der Reißverschluss repariert werden kann, lässt sich viel Geld sparen. Dazu muss nicht einmal der Schneider bemüht werden. Einen Reißverschluss reparieren, kann jeder. Nachfolgend erfahren Sie wie.

Reißverschluss reparieren, wenn er klemmt

Wenn der Reißverschluss sich nicht mehr zu- oder aufziehen lässt, gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder die Häkchen sind ein bisschen rau geworden und der Zipper lässt sich deswegen nicht mehr mühelos zuziehen, oder der Zipper ist ausgeleiert.

Im ersten Fall hilft es, die Häkchen des Reißverschlusses zu schmieren. Dies geschieht mit einem Bleistift. Mit dem Bleistift werden die Reißverschlusshäkchen von allen Seiten angemalt. Der Grafit, der am Metall haften bleibt, wirkt wie Kriech-Öl. Die Häkchen werden wieder geschmeidig und der Reißverschluss lässt sich mühelos auf- und zuziehen.

Ist der Zipper des Reißverschlusses ausgeleiert, kann mit einer Kombizange nachgeholfen werden. Die beiden Längsseiten werden mit der Zange vorsichtig zusammengedrückt. Dabei darf nicht zu viel Kraft angewendet werden, sonst lässt sich der Zipper gar nicht mehr bewegen. Sind die Seiten zurechtgebogen, lässt sich der Reißverschluss wieder öffnen und schließen.

Reißverschluss reparieren

Wenn der Zipper aus dem Reißverschluss raus ist

Ist durch ein Missgeschick der Zipper des Reißverschlusses rausgeflutscht, muss er wieder eingefädelt werden. Das geschieht von oben. Da sich normalerweise am Ende des Reißverschlusses eine dickere Metallklammer befindet, die das Ausfädeln des Zippers verhindert, ist diese Metallklammer entweder defekt, wenn sich der Zipper gelöst hat, oder sie fehlt.

Dies ist beim Einfügen des Zippers von Vorteil, denn um den Zipper einfädeln zu können, muss in jedem Fall diese Metallklammer entweder entfernt oder aufgebogen werden. Ohne die Metallklammer lässt sich der Zipper mühelos in den Reißverschluss einfügen.

Damit er sich beim nächsten Auf- oder Zuziehen nicht wieder ausfädeln kann, wird an die Stelle, wo die Metallklammer sitzen sollte, mit Nadel und Faden eine kleine Verdickung aufgenäht. So kann der Zipper nicht mehr entfleuchen.

Wenn der Zipper im Reißverschluss kaputt ist

Ein kaputter Zipper ist besonders ärgerlich, denn reparieren lässt er sich nicht. Die einzige Möglichkeit den Reißverschluss noch weiter verwenden zu können besteht darin, den defekten Zipper auszutauschen:

  • Entweder wird ein neuer Ersatzzipper in einem Kurzwarengeschäft besorgt, oder es ist ein altes Kleidungsstück vorhanden, das mit einem Reißverschluss versehen ist, dessen Zipper dieselbe Größe hat, wie der defekte
  • Durch Aufbiegen der oberen Metallklammer kann von dem alten Kleidungsstück der Zipper des Reißverschlusses ausgebaut werden.
  • Bei dem Reißverschluss, der repariert werden soll, muss ebenfalls die obere Metallklammer aufgebogen werden und der kaputte Zipper wird ausgefädelt.
  • Der Zipper, der aus dem alten Kleidungsstück entfernt wurde, wird in den zu reparierenden Reißverschluss von oben eingefädelt.
  • Anschließend wird statt der Metallklammer, denn die lässt sich nicht wieder zubiegen, mit Nadel und Faden eine kleine Verdickung aufgenäht. So wird verhindert, dass der neue, alte Zipper herausrutschen kann.