Wäsche waschen

Lesen Sie hier wertvolle Tipps und Ratschläge, die selbst für den Anfänger das Wäsche Waschen zum Kinderspiel werden lassen.

Es gibt zwar eine Vielzahl unterschiedlicher Waschmaschinen, dennoch funktionieren alle ähnlich. Zunächst wird unterschieden zwischen dem Toplader und dem Frontlader. Beim Toplader geben Sie die Wäsche von oben in die Trommel. Hierbei handelt es sich meistens um kleinere, schmalere Geräte, die auch in einem Badezimmer mit wenig Platz noch untergebracht werden können.

Die Frontlader sind wesentlich häufiger und werden von vorne beladen. Alle Maschinen verfügen über einen Regler, mit dem Sie das Waschprogramm und die Temperatur einstellen können. Welches Programm Sie auswählen müssen und wie heiß das jeweilige Kleidungsstück gewaschen werden darf, steht auf dem Pflegeetikett des Herstellers in anschaulichen Symbolen erklärt.

Sowohl der Frontlader, wie auch der Toplader verfügen über je drei Waschmittel Einspülfächer. In das Fach mit der Waschschüssel und einer römischen Eins (I) gehört das Waschmittel, das für die Vorwäsche vorgesehen ist. Das Mittel für die Hauptwäsche wird ins größte Einspülfach gegeben, das üblicherweise mit einer römischen Zwei (II) gekennzeichnet ist. Und weil der Weichspüler so schön duftet, ist sein Fach mit einem Blümchen oder manchmal auch mit der Drei (III) markiert.

Weiße Wäsche waschen

Auch wenn Sie die Wäsche bereits nach Farben getrennt haben, bleibt ein Sortieren der weißen Wäsche nicht aus. Sehen Sie also auf dem Pflegeetikett des Herstellers nach, ob es sich um pflegeleichte Textilien handelt, die Sie bei 60 oder gar 95 Grad waschen dürfen, oder ob Sie eine weiße Bluse aus einer empfindlichen Chemiefaser erwischt haben, die unter die Feinwäsche fällt.

Bei der pflegeleichten Weißwäsche finden Sie das Symbol eines Waschzubers mit einer eingedruckten 60 oder 95:

  1. Geben Sie die verschmutzte Wäsche in die Trommel und schließen Sie die Tür der Waschmaschine.
  2. Nun wählen Sie je nach Pflegehinweis den Normalwaschgang bei 60 oder 95 Grad aus.
  3. Ist Ihre Wäsche stark verschmutzt, stellen Sie zusätzlich den Vorwaschgang ein.
  4. Damit die weiße Wäsche keinen Grauschleier bekommt, sollten Sie ein Vollwaschmittel in Pulverform verwenden. Es besitzt optische Aufheller und Bleichmittel. Flüssigwaschmittel eignen sich für weiße Wäsche weniger.
  5. Befüllen Sie nun, bevor Sie die Maschine anschalten die Einspülfächer der Waschmaschine. Wenn Sie Vorwäsche ausgewählt haben, geben Sie sowohl ins Fach mit der Eins, wie auch ins Fach mit der Zwei etwas Waschpulver. Waschen Sie ohne Vorwäsche, bleibt das Fach mit einem Strich leer.

  1. Auch das Befüllen des Faches mit der Blume oder der Drei ist kein Muss. Denn Weichspüler ist keine Pflicht. Möchten Sie Weichspüler verwenden, wird er in dieses Einspülfach gegossen.
  2. Wieviel Waschmittel Sie verwenden sollten, ist vom Härtegrad Ihres Wassers abhängig. Damit Sie weder zu hoch, noch zu niedrig dosieren, sollten Sie sich vor dem ersten Waschen in einer neuen Wohngegend beim zuständigen Wasserwerk über den Härtegrad informieren. Die Dosierungsanleitung, die auf jedem Waschmittel aufgedruckt ist, verrät Ihnen dann die tatsächlich benötigte Menge.
  3. Sobald alles eingestellt ist und Sie das Waschmittel zugegeben haben, dürfen Sie die Maschine in Gang setzen.

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Dunkle Wäsche waschen

Wenn Sie Ihre dunkle Wäsche nicht von der hellen trennen, kann es einerseits passieren, dass sie färbt und aus der weißen Bluse eine graue wird und das gelbe Hemd in Khaki aus der Maschine kommt. Andererseits ist es auch möglich, dass das verwendete Waschmittel aus der schwarzen Hose eine graue macht. Denn schließlich müssen Sie, um die weiße Wäsche weiß zu bekommen, ja ein Vollwaschmittel mit optischem Aufheller benutzen.

Verfahren Sie daher folgendermaßen:

  1. Drehen Sie die dunkle Schmutzwäsche auf links.
  2. Wer viel Schwarz trägt, füllt nun die Wäschetrommel nur mit schwarzen Textilien, die selbstverständlich laut Herstellerhinweis alle mit der gleichen Temperatur (40 oder 60 Grad) gewaschen werden dürfen.
  3. Kommt in rein schwarzer Kleidung keine ganze Maschine zusammen, darf dunkle Wäsche in Braun, Dunkelgrau oder Dunkelblau dazugemischt werden.
  4. Schließen Sie nun die Wäschetrommel und stellen Sie die Waschtemperatur gemäß den Angaben auf den Pflegeetiketten ein.
  5. Handelt es sich um schwarze Baumwolle, wählen Sie ein normales Waschprogramm aus – bei starker Verschmutzung mit Vorwäsche. Möchten Sie schwarze Feinwäsche reinigen, stellen Sie den Schonwaschgang ein.
  6. Nun müssen Sie sich für das richtige Waschmittel entscheiden. Für schwarze Kleidung können Sie entweder ein spezielles Flüssigwaschmittel verwenden (es wird meist in schwarzen Flaschen verkauft und enthält das Wort "Black" im Namen) oder ein Colorwaschmittel. Vollwaschmittel ist für dunkle Wäsche ungeeignet, da es die Farbe ausbleicht.
  7. Befüllen Sie die Einspülfächer fürs Waschmittel. Haben Sie Vorwäsche eingeschaltet, müssen sie ins Fach I und Fach II Waschmittel geben. Ist die Kleidung normal oder nur leicht verschmutzt, bleibt Fach Nummer I leer. Ebenso wie das Fach mit der III beziehungsweise dem Blümchen, wenn Sie auf den Weichspüler verzichten.
  8. Die genaue Dosierung des Waschmittels ist auf der Packung angegeben. Den Härtegrad Ihres Wassers, nach dem sich die Waschmittelmenge richtet, erfahren Sie beim Wasserwerk.
  9. Nun schalten Sie die Waschmaschine an.

Buntwäsche waschen

Auch für die Buntwäsche gilt, dass Sie nicht alle Kleidungsstücke zusammen in die Waschmaschine geben dürfen. Achten Sie zunächst auf die Gewebeart. Da grobe Stoffe, wie Jeans oder ein Strukturstoff feine Gewebe, wie Seide oder Viskose beschädigen können, sollten Sie diese Textilien niemals gemeinsam waschen:

  1. Trennen sie die Buntwäsche zunächst in einen Wäscheberg mit heller Kleidung in Pastellfarben, Gelb, Beige, Orange oder Rosa und in Textilien mit kräftigen Farben wie Rot, Blau, Grün, Violett, Grau oder Braun.
  2. Dann betrachten Sie die Schildchen mit den Pflegehinweisen. Sortieren Sie die Wäsche nach Waschtemperatur und Waschprogramm. Die Waschtemperatur in das Symbol mit der Waschschüssel gedruckt. Bei Buntwäsche wird zwischen 60-Grad- und 40-Grad-Wäsche unterschieden. Nur sehr empfindliche Gewebe, wie Wolle oder Seide vertragen höchstens 30 Grad.
  3. Ist unter der Waschschüssel auf dem Pflegeetikett ein dicker, waagerechter Strich verzeichnet, müssen Sie den Schonwaschgang einstellen. Befinden sich dort zwei dicke, waagerechte Linien, verlangt das Kleidungsstück nach dem Spezialschonwaschgang. In den meisten Fällen jedoch wird mit dem Waschzuber (ohne Strich darunter) der Normalwaschgang empfohlen.
  4. Bevor Sie nun die Wäsche in die Maschine geben, drehen Sie T-Shirts mit Applikationen und Jeanshosen auf links. Das schont die Bilder und die Farbe. Außerdem müssen Sie alle Reißverschlüsse schließen, damit nicht andere Kleidungsstücke durch die kleinen Zähnchen beschädigt werden.
  5. Dann kann’s losgehen. Legen Sie die sortierten und vorbereiteten Wäschestücke in die Trommel. Drehen sie den Temperaturregler auf die gewünschte Waschtemperatur und wählen Sie das Waschprogramm aus.
  6. Befüllen Sie die Einspülfächer fürs Waschpulver mit Waschmittel. Bei stark verschmutzten Kleidungsstücken sollten Sie eine Vorwäsche zuschalten und somit Fach Eins und Zwei befüllen. Bei leicht bis normal verschmutzter Wäsche bleibt das erste Fach leer. Für Buntwäsche verwenden Sie kein Vollwaschmittel, sondern ein Colorwaschmittel in Pulverform oder flüssig. Feinwäsche kann mit einem Feinwaschmittel gewaschen werden.
  7. Ins dritte Fach, das Weichspülerfach mit der Blume, geben Sie entweder Weichspüler oder, wenn Sie trotz niedriger Waschtemperatur keimfreie Wäsche erhalten möchten, einen Hygienespüler. Selbstverständlich kann das Fach mit der III aber ebenfalls leer bleiben.
  8. Mit der Dosierung des Waschmittels richten sie sich nach den Herstellerangaben auf der Verpackung. Den dazu notwendigen Härtegrad Ihres Wassers können Sie beim zuständigen Wasserwerk erfragen.
  9. Sobald die Maschine korrekt befüllt ist und die Regler richtig eingestellt sind, können Sie die Waschmaschine starten.

Tipps: Wäsche waschen

Niedrigere Temperatur ist möglich: Selbstverständlich dürfen Sie Ihre Kleidung mit einer niedrigeren Temperatur waschen, als sie vom Hersteller auf dem Pflegeschild angegeben wird. Da Sie beim Waschen mit niedrigen Temperaturen Energie sparen, sollten Sie diese Möglichkeit bei nur leicht verschmutzter Wäsche wahrnehmen.

Waschmaschine nicht überfüllen: Wenn Sie Ihre Waschmaschine zu voll stopfen, wird das Waschergebnis negativ beeinflusst. Sorgen Sie daher immer dafür dass die Trommel höchstens zu zwei Dritteln gefüllt ist.

Falsches Einspülfach verwendet: Haben Sie versehentlich das Einspülfach für die Vorwäsche mit Waschmittel befüllt, obwohl sie ohne Vorwäsche waschen möchten, ist das nicht schlimm. Das eingefüllte Waschmittel bleibt im Einspülfach erhalten, sodass Sie es bei der nächsten Maschinenwäsche mit Vorwäsche verwenden können.

Sollten Sie versehentlich Weichspüler ins Fach für die Hauptwäsche gegeben haben geht davon nicht gleich die Waschmaschine kaputt. Auch die Wäsche leidet nicht darunter. Allerdings wird sie nicht so sauber, da Weichspüler nunmal kein Waschmittel ist. Auch der Weichspüleffekt geht verloren, denn die Pflegespülung wird ja anschließend in mehreren Spülgängen ausgespült.

Flecken vorhandeln: Bevor Sie stark verschmutzte Arbeits- oder Kinderkleidung in die Trommel geben, sollten Sie Flecken mit dem entsprechenden Fleckensalz oder mit einem Hausmittel vorbehandeln. Nur dann können Sie sicher sein, dass auch schwierige Flecken gelöst werden.

Tierwäsche separat waschen: Wenn sie Haustiere haben, deren Decken und Handtücher schließlich auch ab und zu gewaschen werden müssen, sollten Sie die Tierwäsche immer separat waschen. Verzichten Sie auf stark parfümierte Waschmittel und Waschmittelzusätze und sorgen Sie dafür, dass möglichst wenig Tierhaare in die Waschmaschine gelangen. Das gelingt Ihnen, wenn sie die Tierdecken zum Waschen in einen alten Kissenbezug mit Reißverschluss geben. Den Kissenbezug sollten Sie jedes Mal von der gleichen Seite verwenden und nach dem Trocknen gut ausschleudern.

Flusen vermeiden: Wenn Sie vermeiden möchten, dass fusselige Handtücher beim Waschen ihre Flusen auf die übrige Wäsche verteilen, geben Sie einfach eine Feinstrumpfhose mit in die Maschine. Die Feinstrumpfhose nimmt alle Fusseln an und die restlichen Textilien bleiben verschont.

Taschen leeren: Kontrollieren Sie vor dem Waschen alle Jacken- und Hosentaschen, damit sich kein Papiertaschentuch mit in die Maschine schummelt und sich in zahlreichen kleinen Fusseln auf der Wäsche verteilt.