Wäsche sortieren

Damit Ihre Wäsche nach dem Waschen noch die gleiche Passform und Farbe aufweist, wie vorher, muss sie sortiert werden. Wie das geht, erfahren Sie hier.

Waschmaschine auf, Wäsche rein, Türe zu und Knopf gedrückt. Wer nach dieser Anleitung wäscht, riskiert einiges, denn ganz so einfach ist es nun doch nicht. Schließlich bestehen unsere Textilien nicht alle aus dem gleichen Material. Und weil verschiedene Gewebe auf Hitze, also auch auf heißes Wasser, unterschiedlich reagieren, dürfen Sie nicht alle Stoffe mit der gleichen Temperatur waschen.

Außerdem müssen Sie auf die Empfindlichkeit der jeweiligen Textilfaser Rücksicht nehmen und sogar die Wäschefarbe spielt eine wichtige Rolle. Damit Ihnen in der Waschmaschine kein Schaden an den Kleidungsstücken entsteht, sollten Sie vor dem Waschen Ihre Wäsche sortieren. Achten Sie zunächst auf das Gewebe, dann auf die empfohlene Waschtemperatur und zum Schluss auf die Farbe.

Natürlich kann niemand erwarten, dass Sie ein Textilexperte sind. Deswegen lässt jeder Hersteller eines Wäsche- oder Kleidungsstücks auf einem kleinen Etikett an der Innenseite des Stoffes die entsprechenden Pflegehinweise einnähen. Dabei handelt es sich um Empfehlungen, die in Form von Symbolen dargestellt werden. Was das Waschen betrifft, können Sie am Symbol der Waschschüssel ablesen.

Wäsche sortieren nach Gewebe

Zuerst sollten Sie Ihre Schmutzwäsche nach den verschiedenen Gewebearten unterteilen. Da beim Drehen in der Waschmaschine grobe Textilien, wie beispielsweise Jeans oder Strukturstoffe feines Gewebe, wie Wolle oder Viskose beschädigen können, sollten sie nicht gleichzeitig gewaschen werden. Woraus Ihr Wäschestück gefertigt ist, können Sie im Etikett ablesen.

Baumwolle und Leinen: Als besonders pflegeleicht gelten Baumwolle und viele Leinenstoffe (Pflegehinweise beachten). Sie dürfen in der Regel gemeinsam in die Waschmaschine und werden zu einem Wäscheberg zusammengefasst. Aus Baumwolle sind Handtücher, Bettwäsche, Unterwäsche und Schlafanzüge gefertigt.

Aber auch T-Shirts, Tischwäsche, Hosen, Röcke und Blusen können aus diesem Material hergestellt sein. Aus pflegeleichtem Linon werden Tischwäsche und Betttücher hergestellt. Die Waschtemperatur von pflegeleichter Wäsche liegt bei 60 Grad, kann jedoch bis zu 95 Grad betragen.

Chemifasern und Mischgewebe: Die meisten Chemiefasern, wie Polyester oder Polyacryl können Sie mit Mischgeweben aus Baumwolle und Elasthan oder Baumwolle und Polyamid ebenfalls zusammenfassen. Chemiefasern werden zur Fertigung von zahlreichen Kleidungsstücken genutzt. Gewaschen werden sie zwischen 40 und 60 Grad.

Viskose: Zu den empfindlichen Textilien gehören Chemiefasern wie beispielsweise Viskose oder Mischfasern, die einen Seidenanteil aufweisen. In Ihrem Kleiderschrank finden Sie diese Gewebe unter den Hemden und Blusen, den Feinstrumpfhosen und auch bei der Damenunterwäsche. Hier sollte die Temperatur beim Waschen 40 Grad nicht übersteigen.

Wolle und Seide: Einen ganz eigenen Wäscheberg sollten Sie noch für Wolle und Seide anlegen. Ob Sie diese Stoffe überhaupt in die Maschine stecken dürfen, erklärt Ihnen der Hersteller auf dem Etikett. Während bei den vorher genannten Stoffen eine Waschschüssel mit Gradangabe aufgedruckt ist, kann es passieren, dass bei Wäsche aus Wolle oder Seide eine Hand in den Waschzuber greift.

Das bedeutet, dass Sie diese Textilien einer Handwäsche unterziehen müssen. Dürfen Wolle oder Seide in die Waschmaschine, wird die angegebene Waschtemperatur niemals über 30 Grad liegen. Denn diese Stoffe sind sehr hitzeempfindlich. Aus Wolle werden Oberbekleidung und Socken gefertigt. Seide wird zur Herstellung von eleganten Blusen, Herrenhemden, Kleidern, aber auch für Bettwäsche, Tischwäsche oder Damenunterwäsche verwendet.

wäsche sortieren

Wäsche sortieren nach Verschmutzung

Es ist einleuchtend, dass eine Bluse, die Sie nur einen Tag im Büro getragen haben, nicht so intensiv gewaschen werden muss, wie der ölverschmierte Arbeitsanzug Ihres Göttergatten. Um einerseits Ihre Kleidungsstücke zu schonen, andererseits aber ein optimales Waschergebnis zu erzielen, müssen Sie die Wäsche auch nach dem Verschmutzungsgrad vorsortieren.

Starke Verschmutzung: Legen Sie daher einen gesonderten Wäschekorb für stark verschmutzte Wäsche an. Diesen Wäschestücken müssen Sie sich vor der Maschinenwäsche besonders aufmerksam widmen und eventuelle Flecken mit Hausmitteln oder chemischen Fleckentfernern vorbehandeln.

Fleckige Wäsche: Fleckige Arbeitskleidung sollte in einem weiteren Korb zwischengelagert werden. Dazu zählt natürlich nicht nur die Arbeitskleidung des Ehegatten, auch Textilien, die bei der Gartenarbeit beschmutzt wurden, finden sich hier wieder.

Bettwäsche, Handtücher, Unterwäsche: Ebenfalls gesondert gewaschen werden natürlich die Bettwäsche, Handtücher und die Unterwäsche. Allerdings sollten Sie dabei vor dem Waschen nochmals unterscheiden, ob es sich um pflegeleichte Baumwollunterwäsche handelt, oder um edle Seidenunterwäsche.

Normal verschmutzt: Die normal verschmutzte Alltagskleidung bekommt einen extra Wäschebehälter.

Haustier Wäsche: Und auch die Wäsche der Haustiere sollten Sie aussortieren. Auf diese Weise vermeiden Sie Katzen- oder Hundehaare auf Unterhose oder Bluse.

Buntwäsche sortieren

Nicht jede Farbe hält einer Maschinenwäsche stand. Damit die weiße Bluse nicht hellblau und das Smokinghemd nicht in blassrosa aus der Waschmaschine kommen, sollten Sie Ihre Schmutzwäsche auch nach Farben ordnen. Da gerade neue Textilien zum Ausfärben neigen, sollten sie vor dem Tragen einmal separat in der Waschmaschine grundgereinigt werden.

Aber auch bereits getragene Kleidungsstücke können – selbst wenn Sie sich genau an die empfohlene Waschtemperatur halten - beim Waschen Farbe abgeben. Deswegen wird nach folgendem System sortiert:

  • Weißwäsche
  • Buntwäsche
  • Schwarze Kleidung

Weißwäsche: Für Anfänger sei gesagt, dass unter Weißwäsche nicht zwangsläufig alles fällt, was weiß ist. Oft wird der Begriff Weißwäsche mit Kochwäsche gleichgesetzt. Dann geben Sie in den bereitgestellten Behälter nur weiße Tischwäsche, weiße Handtücher und weiße Bettwäsche.

Sie können einen weiteren Wäschekorb aufstellen für weiße Oberbekleidung, wie Blusen, Hemden und T-Shirts. Und auch die weißen Gardinen oder die weiße Unterwäsche werden separat gewaschen.

Buntwäsche: Nach der weißen Wäsche beginnen Sie mit der Buntwäsche. Dabei unterscheiden Sie zwischen hellen und dunklen Textilien. Unter hell ordnen Sie alle Pastellfarben, Rosa, Gelb, Beige, Türkis und Orange. Zu den dunklen Farben zählen ein kräftiges Rot, Dunkelblau, Violett, Khaki, Grün, Grau und Braun.

Sobald Sie feststellen, dass Sie von einer Farbe eine ganze Waschmaschine voll bekommen, können Sie natürlich auch nach Rot mit allen Rottönen oder Violett und Blau mit allen Blautönen sortieren.

Schwarze Wäsche: Zum Schluss benötigen Sie noch einen Schmutzwäsche Behälter für die schwarze Wäsche. Wer viel Schwarz trägt, hält diesen Wäscheberg in rein Schwarz. Wenn Sie mit schwarzer Wäsche keine Waschmaschine voll bekommen, können Sie dunkelgraue und dunkelbraune Kleidungsstücke dazumischen.

Tipps: Wäsche sortieren

  • Wenn Sie Platz im Badezimmer haben, sollten Sie dort zum Vorsortieren drei verschiedene Wäschekörbe aufstellen. Nutzen Sie einen Korb für Arbeitskleidung, einen für Tierkleidung und einen für Alltagskleidung. Wenn jeder beim Ausziehen seine Kleidung in den entsprechenden Behälter legt, ersparen Sie sich viel Arbeit.
  • Sind Sie unsicher, wie Sie die Wäsche richtig sortieren, beginnen Sie mit dem Ordnen nach den verschiedenen Gewebearten. Dadurch legen Sie den Waschgang und die Waschtemperatur fest. Anschließend berücksichtigen Sie den Grad der Verschmutzung und zum Schluss konzentrieren Sie sich auf die Farben.
  • Ist ein Wäscheberg zu groß, sollten Sie nicht versuchen, alle Textilien aufeinmal zu waschen. Je voller Sie die Waschmaschine stopfen, umso schlechter erreicht das Waschmittel die einzelnen Kleidungsstücke. Wenn Sie viel Wäsche der gleichen Sorte haben, waschen Sie also lieber zweimal.
  • Lederbekleidung gehört nicht in die Waschmaschine, sondern wird mit einer Bürste vom gröbsten Schmutz befreit und anschließend mit einem feuchten Tuch bearbeitet.
  • Turnschuhe werden vor dem Waschen ebenfalls aussortiert. Denn die Textil Sneakers müssen separat gewaschen werden. Um die Trommel Ihrer Waschmaschine nicht zu beschädigen, sollten Sie die Sportschuhe in einen Kissenbezug stecken. Zusammen mit den Turnschuhen dürfen lediglich Handtücher in die Waschmaschine.
  • Wenn Sie vor dem Waschen testen möchten, ob ein Kleidungsstück abfärbt, legen Sie es mindestens eine halbe Stunde lang in einen Eimer oder eine Schüssel mit Wasser, das der Waschtemperatur möglichst genau entspricht. Damit die Hitze nicht allzu schnell verloren geht, verschließen Sie den Eimer mit einem Deckel. Bleibt das Einweichwasser nicht klar, färbt die Textilie.