Bettwäsche waschen

Hier können Sie sich informieren, wie und wie oft Sie Ihre Bettwäsche waschen sollten. Außerdem erhalten Sie wertvolle Tipps rund um die Bettwäsche.

Während die alten Römer Tierhäute als wärmende Bettüberzüge nutzten, kannten die Ägypter bereits Bettlaken aus Leinen. Auch heute noch wird Leinen zur Herstellung von Bettbezügen und Betttüchern gerne verwendet, denn der Stoff ist formstabil, liegt angenehm auf der Haut und eignet sich für jede Jahreszeit. Mittlerweile wurden zahlreiche weitere Stoffarten in das Sortiment der Bettwäschematerialien aufgenommen.

Denn während früher die Überzüge nur praktischen Zwecken dienten, sollen sie heutzutage auch die Atmosphäre im Schlafzimmer beeinflussen. Die Bettwäsche wird längst nicht mehr nur in eintönigem Weiß hergestellt, sondern die Überzüge sind mit bunten Mustern bedruckt und auch die Laken sind farbig gestaltet. Es gibt Wäsche, die besonders gut wärmt und sich wegen ihres flauschigen Gewebes hervorragend für den Winter eignet.

Andere Stoffe sind extrem leicht und können viel Flüssigkeit aufnehmen, weswegen sie besonders im Sommer aufgezogen werden. Aufgrund dieser Vielfalt an Materialien und Farbgestaltungen lässt sich für das Waschen der Bettwäsche keine einheitliche Temperaturangabe machen. Sondern Sie müssen Ihre Bettwäsche nach Farbe und Material sortieren.

Weiße Bettwäsche waschen

Weil früher die Bettwäsche in der Regel aus Baumwolle bestand, war es ganz einfach: Die weiße Bettwäsche zählte zur Kochwäsche und wurde bei 95 Grad gewaschen. Heute jedoch dürfen Sie weißes Bettzeug nicht immer auf höchster Temperatur reinigen, sondern müssen sich nach dem Material richten, aus dem Ihr Bettbezug besteht.

Sobald Sie die Betten abgezogen haben, gehen Sie daher folgendermaßen vor:

  1. Drehen Sie die Überzüge auf links.
  2. Schließen Sie Knöpfe und Reißverschlüsse.
  3. Lesen Sie auf dem Wäscheetikett (es befindet sich üblicherweise in der Nähe des Verschlusses) die Herstellerhinweise nach.
  4. Geben Sie die Bettwäsche in die Waschmaschine,
  5. schalten Sie die höchstmögliche (laut Etikett) Temperatur ein, und
  6. wählen Sie ein Programm mit Vorwäsche.
  7. Verwenden Sie nach Möglichkeit ein Pulver-Vollwaschmittel, das bleichende Substanzen enthält und somit einen Grauschleier auf Ihrer Wäsche verhindert.
  8. Wenn Sie die weiße Bettwäsche nach dem Waschen in die Sonne hängen, statt sie in den Trockner zu geben, sorgen Sie zusätzlich für eine natürliche Bleiche.

Ist das Hersteller-Etikett bereits verblasst oder nicht mehr vorhanden, können Sie sich nach folgenden Punkten richten:

  • Baumwolle, Biber und Linon dürfen mit 95 Grad gewaschen werden.
  • Mikrofaser, Jersey, Frottee und Renforcé Bettwäsche verträgt 60 Grad.
  • Seersucker und Satin kommen bei 40 Grad in die Waschmaschine und
  • Seidenbettwäsche dürfen Sie nur mit 30 Grad waschen.

Weiße Bettwäsche

Bunte Bettwäsche waschen

Bunte Bettwäsche ist natürlich von Haus aus etwas empfindlicher, als weiße. Denn Sie müssen nicht nur auf die Sensibilität des Gewebes Rücksicht nehmen, sondern außerdem darauf achten, dass die Farben nicht verblassen und die Muster gut erhalten bleiben. Während es bei weißer Wäsche nicht schlimm ist, wenn Sie vergessen, den einfarbigen Bettbezug vor dem Waschen auf links zu drehen, sollten Sie gemustertes oder bunt gefärbtes Bettzeug immer umdrehen. Auf diese Weise schonen Sie die Farben und Muster am besten.

Nach dem Abziehen der Betten verfahren Sie also so:

  1. Sortieren Sie Ihre Bettwäsche nach Farben.
  2. Drehen Sie alle Überzüge auf links.
  3. Sehen Sie auf dem Wäsche-Etikett nach, bei welcher Temperatur das Bettzeug gewaschen werden darf und
  4. sortieren Sie die einzelnen, bereits nach Farben geordneten Wäschehäufchen nun noch nach Waschtemperatur.
  5. Schließen Sie Knöpfe und Reißverschlüsse, um eine Beschädigung des Gewebes zu vermeiden.
  6. Geben Sie anschließend nur Bettzeug mit der gleichen Farbe, beziehungsweise ähnlichen Farbtönen und der gleichen Waschtemperatur zusammen in die Waschmaschine.
  7. Stopfen Sie Ihre Maschine nicht zu voll, da sonst die optimale Reinigungsleistung nicht gewährleistet ist.
  8. Waschen Sie die Bettwäsche so heiß es der Hersteller erlaubt.
  9. Wenn Sie das bunte Bettzeug im Trockner trocknen, sollten Sie ebenfalls darauf achten, dass sich die Textilien gut in der Trommel bewegen können. Dadurch vermeiden Sie, dass die Stofffasern hart werden und die Bettwäsche unangenehm auf der Haut kratzt.

Ist Ihnen das Wäsche-Etikett abhandengekommen und Sie können nicht mehr nachlesen, welche Temperatur der Hersteller für das Waschen empfiehlt, gibt Ihnen die folgende Aufstellung einen kleinen Anhaltspunkt:

  • Baumwolle, Biber, Mikrofaser, Linon, Jersey, Frottee und Renforcé Bettwäsche vertragen 60 Grad.
  • Seersucker und Satin kommen bei 40 Grad in die Waschmaschine.
  • Seidenbettwäsche hingegen dürfen Sie nur mit 30 Grad waschen.

Allergiker Bettwäsche waschen

Allergiker haben es besonders schwer. Sie sollten entweder spezielle Schutzbezüge (Encasings) verwenden, oder ihre Bettwäsche wesentlich häufiger waschen, als der Nichtallergiker. Wie oft der Allergiker sein Bett abziehen muss, hängt von seinen Beschwerden ab. Aber selbst wenn die Allergie gegen Milben und Hausstaub nicht ganz so ausgeprägt ist, sollten Sie einmal wöchentlich Ihr Bett frisch beziehen:

  1. Ziehen Sie die benutzte Allergiker Bettwäsche ab und
  2. sortieren Sie sie nach Farben.
  3. Drehen Sie die Bezüge auf links und
  4. schließen Sie Knöpfe und Reißverschlüsse.
  5. Je nach Herstellerhinweis waschen Sie das Bettzeug auf 60 oder 95 Grad. In beiden Fällen werden die Milben abgetötet, sodass einem ruhigen und erholsamen Schlaf nichts im Wege steht.
  6. Verwenden Sie ein Bio-Waschmittel auf pflanzlicher Basis, das weder Bleichmittel noch optische Aufheller enthält.
  7. Verzichten Sie auf Weichspüler.
  8. Anschließend können Sie das Bettzeug auf der Leine oder im Trockner trocknen.

Allerdings ist es bei überempfindlichen Menschen mit dem Waschen des Bettzeugs nicht getan. Auch die Matratze muss gereinigt werden:

  • Um sie von Milben, Milbenkot und kleinen Hautschuppen zu befreien, wird sie abgesaugt. Diese Aufgabe sollten Allergiker aber keinesfalls selbst übernehmen, da sie sonst zwangsläufig den, für sie schädlichen Staub einatmen.
  • Im Winter ist es sinnvoll, die Matratze bei Minustemperaturen auf den Balkon oder die Terrasse zu stellen. Auf diese Weise sterben die Milben ebenfalls ab.
  • Mindestens einmal im Jahr sollten Sie außerdem Ihre Matratze von einer Firma professionell säubern lassen. Es gibt spezielle Matratzenwäschereien, die in einer riesigen Waschmaschine die Bettunterlage waschen und anschließend trocknen. Viele dieser Firmen bieten Abhol- und Lieferservice an.

Tipps: Bettwäsche waschen

Appretur: Neue Bettwäsche wird meistens durch eine Appretur veredelt. Dabei handelt es sich um chemische Stoffe, die das Gewebe weicher, kuscheliger und glänzender machen. Die Appretur riecht aber nicht nur unangenehm, sondern muss auch nicht unbedingt die ganze Nacht mit der Haut in Berührung kommen. Daher sollten Sie neue Bettwäsche vor dem ersten Gebrauch immer waschen.

Bettwäsche alleine waschen: Waschen Sie Bettzeug nicht gemeinsam mit anderen Textilien, wie beispielsweise Jeanshosen oder Jacken. Die rauen Materialien können das Gewebe Ihrer Bettwäsche angreifen und beschädigen.

Bettwäsche und Handtücher können Sie dann gemeinsam waschen, wenn das Bettzeug eine Waschtemperatur von 60 Grad verträgt. Außerdem sollten die Handtücher bereits mehrere Wäschen hinter sich haben, damit sich keine Fusseln bilden, die sich sonst in Ihre Bettüberzüge und Laken hängen.

Hygienespüler: Bettzeug, das nicht mit einer Temperatur von 60 Grad oder höher gewaschen werden darf, sollten Sie im letzten Spülgang mit einem Hygienespüler behandeln. Hygienespüler werden statt eines Weichspülers in das dritte Einspülfach gegeben und desinfizieren Ihre Wäsche.

Wie oft waschen? Wie oft Sie Ihre Bettwäsche waschen müssen, hängt davon ab, wie stark Sie nachts schwitzen. In der Regel ist es ausreichend, wenn Sie alle zwei bis drei Wochen frisches Bettzeug aufziehen. Wer sich generell zu den starken Schwitzern zählt, oder im Sommer, wegen der erhöhten Außentemperaturen mehr schwitzt, sollte Laken und Bettüberzüge wöchentlich in die Waschmaschine stecken.

Encasings: Allergikern wird zwar geraten ihre Bettwäsche einmal pro Woche zu reinigen. Das betrifft jedoch nur die normalen Bettüberzüge. Die speziellen Encasings, die unter der Bettwäsche aber auf dem Kissen, der Matratze oder der Steppdecke aufgezogen werden, sollten Sie nach Möglichkeit nur alle drei bis vier Monate waschen, damit die Schutzwirkung des Gewebes keinen Schaden nimmt. Nach drei Jahren sollten die alten Encasings gegen neue ausgetauscht werden.

Läuse: Hat Ihr Kind Läuse aus dem Kindergarten mitgebracht, sollten Sie die Bettwäsche noch am selben Tag abziehen und bei mindestens 60 Grad waschen. Wenn Sie bei der Behandlung der Kopfläuse sorgfältig vorgehen und täglich mehrmals Kopfhaut und Haare Ihres Kindes kontrollieren und behandeln, ist es nicht notwendig nur gelegentlich genutzte Kissen und Teddybären, ebenfalls einer 60-Grad-Wäsche zu unterziehen (oder alternativ für drei Tage in einem verschlossenen Plastikbeutel in die Gefriertruhe zu legen).

Flecken: Befinden sich Flecken auf dem Bettlaken oder dem Bettbezug, werden sie außer der Reihe gewaschen. Beziehen Sie das Bett frisch, sobald Sie den Flecken entdecken. Auch die Behandlung der Verunreinigung sollten Sie nicht auf die lange Bank schieben, denn bei den meisten Flecken gilt: Je eher sie behandelt werden, umso problemloser lassen sie sich entfernen.

Eiweißreiche Flecken, wie beispielsweise Blutflecken weichen Sie vor dem Waschen für mehrere Stunden in kaltem Wasser mit etwas Wasch- oder Spülmittel ein. Schmutzflecken, die durch Erbrochenes oder Durchfall entstanden sind, behandeln Sie mit Gallseife vor. Hausmittel gegen Blutflecken finden Sie hier Blutflecken entfernen

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