Pilze aufwärmen - Tipps für Champignons & Co.

Darf man Pilze aufwärmen? Hier erfahren Sie, ob und wie Sie Pilze, Champignons, Pfifferlinge und Pilzgerichte aufwärmen können.

Wenn jedes leckere Pilzgericht sofort aufgegessen wird, stellt sich die Frage "Pilze aufwärmen ja oder nein" gar nicht erst. Weil aber die Augen oft größer sind, als der Hunger, bleiben nicht selten auch von der wohlschmeckendsten Speise Reste in der Schüssel.

Wer gerne traditionell kocht und daher ein Kochbuch der Großmutter benutzt, wird lesen, dass Pilzgerichte, die nicht verzehrt werden können, entsorgt werden müssen. Früher war aber in erster Linie nicht das Aufwärmen der Pilze gefährlich, sondern das Aufbewahren.

Darf man Pilze aufwärmen?

Weil es zu Großmutters Zeiten noch nicht in jedem Haushalt einen Kühlschrank gab, bereitete die Aufbewahrung fertiger Pilzgerichte und somit auch das Aufwärmen Schwierigkeiten. Pilze enthalten viel Wasser und viel Eiweiß. Weil diese Kombination der ideale Nährboden für Bakterien ist, zählen die Schwammerl zu den leicht verderblichen Lebensmitteln.

  • Weder rohe noch gekochte Pilze sollten über längere Zeit bei Zimmertemperatur aufbewahrt werden.
  • Frische Pilze sollten am selben Tag verarbeitet werden.
  • Wer die Champignons oder die selber gesammelten Pfifferlinge nicht gleich verzehren will, der kann sie einfrieren.
  • Sowohl roh eingefrorene Champignons, als auch blanchierte Pfifferlinge dürfen aufgewärmt werden.

Pilze wieder aufwärmen

Weil bei Wärme das Eiweiß in den Pilzen durch Bakterien zersetzt wird, müssen Champignons, Pfifferlinge und Co. im Kühlschrank bei einer Temperatur von höchstens 4 Grad aufbewahrt werden. Werden Pilzgerichte oder rohe Pilze bei Zimmertemperatur gelagert, zersetzt sich das Eiweiß rasch und es besteht die Gefahr einer Lebensmittelvergiftung.

Bleibt vom fertigen Pilzgericht übrig, darf die Schüssel daher nicht lauwarm auf dem Tisch stehen bleiben, sondern muss sofort in den Kühlschrank gegeben werden. Das Gericht kühlt schneller ab und kann anschließend auch wieder bedenkenlos aufgewärmt werden.

Pilze aufwärmen

Champignons aufwärmen

Wer rohe oder zubereitete Champignons eingefroren hat, sollte sie vor der Zubereitung nicht auftauen. Die Pilze werden matschig und verlieren außerdem an Geschmack.

  1. Um die Champignons aufzuwärmen, werden sie tiefgefroren in die Suppe oder die Soße gegeben.
  2. Es muss darauf geachtet werden, dass das Gericht mit den Champignons auf mindestens 70 Grad erhitzt wird.
  3. Nach der Zubereitung soll es sofort serviert und verzehrt werden.
  4. Weder frische noch aufgewärmte Champignongerichte dürfen über einen längeren Zeitraum warmgehalten werden.

Pfifferlinge aufwärmen

Weil Pfifferlinge roh eingefroren bitter schmecken, sind die tiefgefrorenen Rehlinge entweder blanchiert oder geschmort. Dennoch werden sie zur Weiterverarbeitung nicht aufgetaut. Die Pfifferlinge werden tiefgekühlt in die Suppe, die Soße oder in die Pfanne gegeben.

Dort werden sie auf mindestens 70 Grad erhitzt und nach dem Aufwärmen sofort verzehrt. Auch Pfifferlinge sind leicht verderblich und dürfen nicht über längere Zeit warmgehalten oder bei Zimmertemperatur gelagert werden.

Pilzgerichte aufwärmen

Pilzgerichte, die nicht ganz verzehrt wurden, müssen zur Aufbewahrung sofort in den Kühlschrank gestellt werden. Dort sind sie in einem verschlossenen Behälter einen Tag haltbar. Wer seinen Essensplan bereits für längere Zeit aufgestellt hat, der friert das Pilzgericht nach dem Abkühlen im Kühlschrank noch am selben Tag ein.

  • Um das Pilzgericht aus dem Kühlschrank aufzuwärmen, wird es in einem Topf auf mindestens 70 Grad erwärmt.
  • Das gefrostete Gericht wird für die Zubereitung nicht aufgetaut, sondern tiefgefroren in den Topf gegeben und ebenfalls auf mindestens 70 bis 80 Grad erhitzt.
  • Statt des Kochtopfs oder der Pfanne, kann ein Gericht aus Champignons oder Pfifferlingen auch in der Mikrowelle aufgewärmt werden. Dabei ist zu beachten, dass das vollständige Gericht auf mindestens 70 Grad erhitzt werden muss. Weil die Mikrowelle ungleichmäßig aufwärmt, ist es ratsam zwei Mal einzuschalten und zwischendurch das Gericht mit einem Löffel umzurühren. Bei beiden Etappen sollten Temperaturen von über 70 Grad erreicht werden.