Kann man Käse einfrieren?

Einiges an Käse ist bei der letzten Party übrig geblieben. Was nun damit anstellen? Einfrieren wäre die einfachste Lösung. Kann man Käse einfrieren? Ja, man kann, doch es ist nicht ganz so einfach wie mit anderen Lebensmitteln, denn nicht jeder Käse eignet sich für den Gefrierschrank.

Weil Käse ein sehr beliebtes Milchprodukt ist, gibt es ihn in etlichen Varianten. Hartkäse, Weichkäse, Frischkäse, Schafskäse, Ziegenkäse, geräucherter Käse, Käse mit Schinken, Käse mit Nüssen, Käse mit Kräutern, Raclettekäse, Fonduekäse, und, und, und, die Aufzählung nimmt gar kein Ende.

Da jede Käsesorte eine andere Konsistenz und unterschiedliche Inhaltsstoffe aufweist, lässt sich die Frage "Kann man Käse einfrieren?" nicht allgemein beantworten. Es muss unterschieden werden. Beim Einfrieren von Käse spielen der Wassergehalt und der Fettgehalt eine große Rolle.

Hartkäse einfrieren, ist das sinnvoll?

Generell lässt sich Hartkäse sowohl im Stück als auch in Scheiben geschnitten oder gerieben einfrieren. Beachtet werden muss beim Hartkäse einfrieren, dass er gut verpackt ist. Jeder Käse verliert durch das Frosten an Geschmack und Aroma. Daher macht es Sinn den Käse erst dann in den Gefrierschrank zu packen, wenn er einen entsprechenden Reifegrad erreicht hat.

Wenn der Hartkäse, der einen geringen Wasseranteil hat, beim Frosten Feuchtigkeit verliert, kann er nach dem Auftauen sehr bröckelig sein. Auf einer Käseplatte ist Hartkäse, der eingefroren war, nicht mehr zu gebrauchen.

Weil der Hartkäse aber auch ohne Einfrieren eine sehr lange Haltbarkeit hat, ist es sinnvoller ihn an einem dunklen Ort bei hoher Luftfeuchtigkeit und einer Temperatur nicht über 20 Grad zu lagern. Ein Tontopf im Keller ist für Hartkäse der beste Aufbewahrungsort.

Wie friert man Schnittkäse ein?

Als Schnittkäse werden Käsesorten wie Gouda, Edamer oder Tilsiter bezeichnet. Der Schnittkäse hat einen Wassergehalt zwischen 54 und 63 Prozent. Am Stück kann man den Schnittkäse am besten einfrieren.

Aber auch in Scheiben geschnitten und vor Feuchtigkeitsverlust geschützt eingepackt, lässt sich der Schnittkäse im Gefrierschrank aufbewahren. Das Auftauen sollte bei allen Käsesorten langsam geschehen. Wird dem Käse beim Auftauen Feuchtigkeit entzogen, leidet seine Konsistenz.

Käse einfrieren

Kann man Weichkäse einfrieren?

Weichkäsesorten wie zum Beispiel Camembert, Romadur oder Feta, die einen Feuchtigkeitsgehalt von über 67 Prozent aufweisen, kann man zwar einfrieren, aber wegen des hohen Anteils an Wasser, das beim Gefrieren Kristalle bildet, ist er nach dem Auftauen schmierig. Das Wasser kann sich nicht mehr richtig mit der übrigen Käsemasse verbinden. Ein echter Genuss ist aufgetauter Weichkäse nicht.

Ist das Einfrieren von Frischkäse möglich?

Zum Frischkäse zählen Hüttenkäse oder Ricotta. Bei diesen Käsesorten liegt der Wasseranteil über 73 Prozent. Das Einfrieren ist nicht empfehlenswert, da Frischkäse beim Auftauen sehr leicht grieselig wird und ausflockt. Es kann nach dem Auftauen versucht werden den Frischkäse mit einem Mixgerät wieder zu einer homogenen Masse zu verrühren. Wenn das nicht gelingt, eignet sich der aufgetaute Frischkäse zum Backen oder Kochen.

Wie lange hält eingefrorener Käse im Gefrierschrank?

Am günstigsten ist es, den eingefrorenen Käse innerhalb eines Monats zu verzehren. Sollte das nicht möglich sein, ist der Käse auch nach zwei bis drei Monaten noch nicht ungenießbar. Käse, der sich bereits ein ganzes Jahr in der Gefriertruhe befindet, sollte vorsichtshalber besser im Müllcontainer entsorgt werden.

Fazit: Am besten halten sich Hart- und Schnittkäse im ganzen Laib. Bei richtiger Temperatur und entsprechenden Lagerbedingungen können sie über ein Jahr aufbewahrt werden. Kleinere Mengen lassen sich auch einfrieren. Weich- und Frischkäse sollten immer bei Kühlschranktemperatur gelagert werden und am besten nach ein bis zwei Wochen verzehrt werden. Sie sind zum Einfrieren nicht so gut geeignet.